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San Sebastián de Garabandal

Liebe Freunde und Besucher dieser Garabandal-Webseite!

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Zum 47. Jahrestag der letzten Erscheinung der Jungfrau vom Berge Karmel in Garabandal verfasste Joey Lomangino einen Gruß an alle seine Freunde, den ich Ihnen in Übersetzung von Gerd Aresin nachfolgend zur Kenntnis bringen will. Die Ausführlichste Ausgabe des Buches von Pater Turner ist das Deutsche „So sprach Maria in Garabandal“, da es zudem noch über erklärende Anhänge verfügt. Es ist in der Tat sehr zu empfehlen und kann vom WETO-Verlag bezogen werden. Außerdem habe ich am 13. Nov. 2012 ein längeres sehr schönes Telefongespräch mit Conchita geführt und von ihr erfahren, dass ihr Haus in der Sturmkatastrophe wunderbar beschützt worden ist. An vielen Nachbarhäusern entstanden aber erhebliche Schäden. In ihrem Namen grüße ich alle Freunde und ermuntere sie, geduldig auf die Verheißungen Mariens zu warten, so, wie die Menschheit seinerzeit auf die Ankunft des Erlösers warten musste. Damals war bekannt wo er auf die Welt kommt, aber nicht wann! Heute ist bekannt, wo sich das ereignen wird, was prophezeit ist, aber ebenso nicht wann. Deshalb üben wir uns, liebe Mitmenschen, in Geduld mit Conchita, die wohl am allersehnlichsten darauf wartet, denn zu ihr hat es Maria, die Mutter des Herrn gesagt. An diesem 13. Nov. 1965 war ich persönlich anwesend und kann mich sehr gut an diesen denkwürdigen Tag und den danach erinnern. Albrecht Weber am 14. Nov. 2012 aus Meersburg

November 13, 2012

Liebe Freunde,

Unbeobachtet an einer geschäftigen Straßenecke in Paris hörte Robert Turner die Stimme des erstandenen Christus. Diese Worte, die den hl. Matthäus aufgefordert hatten, hallten in seiner Seele wieder: „Komm, folge mir nach“.

Der Sohn eines amerikanischen Arztes, zwischen den Kriegen in Frankreich aufgewachsen, hatte die epsiskopalische Tradition seiner Familie nie ganz angenommen und war als junger Mann in die Römisch Katholische Kirche aufgenommen worden. Ein begabter Schüler, Absolvent französischer Eliteschulen, ging er zwei Jahre nach Harward für einen höheren Abschluss in Physik um am Vorabend des zweiten Weltkrieges nach Paris zurückzukehren.

Der Schock der plötzlichen militärischen Niederlage und dem Zusammenbruch der französischen Regierung führte ihn zum Dienst für den transzendenten und unendlichen Gott. 1942 trat er dem Dominikanerorden bei und wurde 1945 zum Priester geweiht. Als Mann zweier Kulturen war er der geborene Missionar und Diplomat und der Orden sendete ihn in den Irak um dort in dieser altehrwürdigen Gesellschaft den Glauben zu verbreiten.

Mitte der sechziger Jahre war er wieder in Frankreich, in den Pyrenäen im Dienste der Migranten, hin und her zwischen Frankreich und Spanien. In der Gesellschaft der Professoren des Seminars von Tarragona wurde er freudig aufgenommen und dort begegnete er den ersten Berichten der Aufsehen erregenden Erscheinungen oben in den Bergen.

Es sollte eine weitere Reise werden, oder wie er es später nannte, „ein geistiges Abenteuer, eines der schönsten des Jahrhunderts“.

So sehr es auch seine Neugier anstachelte, er, der Sohn eines Arztes, der nachdenkliche Beobachter, der sorgfältige Prüfer war keiner, der sich durch mystische Schwärmereien mitreißen ließ. Er verlangte Beweise. Körperlich entfernte er sich von den Erscheinungen, begann jedoch mit großer Sorgfalt tausende Seiten Dokumente zusammenzustellen, die Mitschriften der Augenzeugen die im Dorf gewesen waren und nicht verleugnen konnten, was sie gesehen hatten.

Pater Turners persönliche Untersuchungen führten ihn zu dem großartigen Pater Materne Laffineur, dem Autor von „Star of the Mountain“, dessen Arbeit für viele die wahre Wichtigkeit Garabandals enthüllte. Er tat sich zusammen mit dem Abbe Alfred Combe, dem Vater der Unterstützung in Frankreich. Diesen drei Männern, Laffineur, Combe und Turner schuldet die globale Gemeinschaft großen Dank. Diese französischen Priester sammelten voller Glauben die ersten Eindrücke und erarbeiteten das intellektuelle Rahmenwerk das die Sache über die lange Zeit der Dunkelheit des Zweifels am Leben erhielt.

Pater Francois Turner war der unverzichtbare Mann der Garabandal Bewegung. Ein Mentor der internationalen Verbreitung bewegte er sich spielend zwischen den amerikanischen und europäischen Zentren, koordinierte die Anstrengungen, arbeitet mit anderen Autoren zusammen und übersetzte überall wo er hin kam Ideen. In einer Zeit des Skeptizismus schrieb er zum Wohle der Erscheinungen und lehrte rund um die Welt einsichtsvoll über Garabandal.

Als sein Freund, Juan Antonio del Val Gallo seligen Angedenkens, Bischof von Santander wurde arbeitete Pater Turner in einem Geist der Brüderlichkeit um den anhaltenden Verdacht im Domkapitel zu entkräften und schloss die Bresche, die sich in der globalen Verbreitung aufgetan hatte. Seit seinem Tod im Jahre 1995 war niemand in der Lage ihn zu ersetzen. *1)

„Our Lady Teaches at Garabandal“ (Unsere Liebe Frau lehrt in Garabandal) bleibt die einzige vollständige Abhandlung der Erscheinungen von Pater Turner in englischer Sprache,*2) ein Kompendium von Anekdoten die er nutzt um den Katechismus der persönlichen Frömmigkeit und Tugend aufzuzeigen, so wie die heilige Jungfrau sie während ihrer fünf Jahre währenden Erscheinungen im Bergdorf gelehrt hat. Er verankert diese Lehren fest in der heiligen Schrift und hebt die Folgerichtigkeit der Belehrungen durch die Jungfrau und die Taten der Visionärinnen mit den Lehren des alten und neuen Testaments hervor.

Pater Turner stimmte mit dem amerikanischen Priester Joseph Pelletier A.A. überein, der die Erscheinungen als Vorsorgeimpfung gegen die Krise im Nachgang des zweiten Vatikanums auffasste. Eine spekulative Theologie die in diesen Tagen aufkam forderte direkt Bereiche traditioneller Lehren der Kirche heraus; die Zentralität der Eucharistie und die Doktrin von der Realpräsenz, die Wirksamkeit marianischer Fürbitten und der Beistand der heiligen Engel, der Geist der Demütigung und der Opfer für die Sünden sowie traditionelle ehrfürchtige Gebete wie den Rosenkranz als machtvolle Hilfe um im geistigen Leben zu wachsen. All dies wird in Garabandal in erstaunlicher Weise bestätigt, nicht als totes Konzept sondern als lebendige jedoch unsichtbare Wirklichkeit.

Die Patres stimmten darin überein, dass die Krise gezielt das Priestertum zerstörte, unter den Priestern spaltete, Zweifel säte bezüglich der noblen Würde ihrer geistlichen Berufung und Unsicherheit bezüglich ihres ehrwürdigen Platzes unter den Christen. Ein vitales Anliegen Pater Turners war die Heiligung seiner priesterlichen Mitbrüder. Unsere Liebe Frau von Garabandal verlangte das gläubige Fasten und Gebet für die Priester die dazu bestimmt sind, die Führer der Kirche zu sein. Unsere Liebe Frau sagte den Seherinnen, dass heilige Priester mehr Seelen retten, da ihre Taten von vielen gelernt und übernommen werden.

Zu Beginn des Jahres des Glaubens ermutigt uns unser Heiliger Vater, zu den Worten des zweiten Vaticanums zurückzukehren. In seinen Schriften zitiert Pater Turner häufig „Presbyterorum ordinis“, ein Dokument, das sehr mit der Botschaft von Garabandal übereinstimmt. Dies bleibt ein wertvoller Text für Priester, die danach streben ein heiligmässiges Leben zu führen und erinnert die Gläubigen aus dem Herzen der Kirche an ihre heilige Pflicht, das geistige Werk der Priester durch ihr Gebet zu unterstützen.

Als im Laufe der Erscheinungen die jungen Seherinnen mit Unglauben konfrontiert wurden baten sie die Jungfrau um Rat. Unsere Liebe Frau versicherte ihnen, dass das große Wunder, das in der Zukunft in ihrem Dorf geschehen würde ein überwältigender Beweis des übernatürlichen Ursprungs der Ereignisse sei. Diese Tatsache war für Pater Turner sehr wichtig und er leitete eine Reihe von Eventualitäten ab, von denen er überzeugt war, dass sie dem Wunder vorausgehen müssten.

Als erstes muss die Kenntnis über das Wunder durch die Massenmedien um die ganze Welt verbreitet werden. Da er vor dem Aufsteigen des Internets gestorben ist, wäre Pater Turner sicher glücklich über die Riesenschritte die im letzten Jahrzehnt durch diese offene Form der Kommunikation möglich wurden. Allein in den letzten vier Monaten haben Besucher aus über 126 Ländern die Website des New York Centers besucht. Wir sind glücklich eine neue Initiative über YouTube, die Website auf der Inhalte allen zugänglich gemacht werden können, anzukündigen: dort wird die Dokumentation von 1996 „The Message of Garabandal“ in allen 27 Sprachen aufrufbar sein.

Als nächstes müssen die Herzen und der Geist der Menschen durch die Warnung gereinigt werden, die Bekehrungen und Gebet hervorrufen wird. Da Wunder ein Produkt des Glaubens sind, wird denen die das große Wunder sehen oder kennen eine einmalige Gnade zuteil, nämlich dass sie in eine größere Nähe zu allmächtigen Gott kommen. Auch der Heilige Vater wird das Wunder erfahren, wo auch immer er sich aufhält.

Wir gedenken unseres Freundes Pater Francois Turner O.P, eines von Heiligkeit gezeichneten Priesters, eines Mannes von großer Liebenswürdigkeit, ein Gelehrter in bester Tradition Dominikanischer Gelehrsamkeit und ein Verfechter Unserer Lieben Frau vom Berge Carmel von Garabandal.

*) Anmerkung von Albrecht Weber: Noch vor seinem Tod besuchten wir ihn mit Conchita und konnten ihm so seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen, ihr noch einmal in seinem Leben begegnen zu dürfen. Es war nicht nur für Conchita, sondern auch für uns ein zutiefst erschütterndes Erlebnis. Danach fuhr sie mit uns, meiner Frau und mir und ihrer Tochter Miriam nach Fatima.

*2) In Deutscher Sprache ist der Titel seines Buches „So sprach Maria in Garabandal“.

Im Gebet vereint, The Workers of Our Lady of Mount Carmel de Garabandal, Lindenhurst, NY USA